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Pro Bremgarten
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Neubrügg – Aareübergang


Von der Fähre zum Bau der neuen Brücke




Die Überquerung des Aaregrabens im Nordwesten der Hauptstadt war zu allen Zeiten ein Problem. Der Verkehr Bern–Aarberg überquerte seit dem 14. Jh. die Aare auf einer von den Johannitern betreuten Fähre. Am 29. Juni 1311, einem stark besuchten Markt- und Festtag in Bern, zerbrach die wohl überladene Fähre und 72 Leute ertranken.

Die alte Holzbrücke, ein Wunderwerk in technischer und vor allem auch in ästhetischer Hinsicht, wurde im Jahre 1466 erbaut. Der Fährbetrieb wurde 1469 eingestellt. Da die Brücke grosse wirtschaftliche Bedeutung für die Gemeinden im Hinterland hatte, wurden diese zu einer besonderen Abgabe an den Unterhalt des Bauwerkes verpflichtet. 1535 wurden die hölzernen Brückenpfähle durch steinerne Pfeiler ersetzt.

Das alte Steinwappen
  

Der stadtseitige Brückenkopf ist seit 1765 mit Sandstein befestigt. Dabei wurde das alte Steinwappen von 1535 mit den beiden Bären und dem Reichsadler belassen obwohl die Eidgenossenschaft seit 1648 nicht mehr zum Reich gehörte. Die Pläne, den Brückenkopf auf der Bremgartenseite ebenfalls zu befestigen, wurden nie realisiert.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden immer wieder Reparaturen durchgeführt. Entsprechende Jahreszahlen sind in die Holzbalken eingekerbt. Gründlich renoviert und überholt wurde die alte Brücke in den Jahren 1932 und letztmals 1975/76. Die fachmännisch renovierte Brücke wurde am 13.02.1976 wiederum dem Verkehr übergeben.

Bremgarten, 30.11.01

 


Fotos: Thomas Schibli

Fotos: Thomas Schibli